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Adel verpflichtet – Auch zum Wertewandel?

Prunkvolle Bälle, pompöse Schlösser, blaues Blut. In Deutschland leben heute 80.000 Adelige mitten unter uns. Die Monarchie ist längst Geschichte, trotzdem blickt die Gesellschaft noch heute neugierig auf die Adelsfamilien. Sie jagen, spielen Polo und lieben ihre Segelyachten – alles nur Gerüchte und Klischees? Fünf Werte, fünf Geschichten.

DER WERT DER FAMILIE

 ♠ Corbinian stellt sich bei der Begrüßung als „Corbinian Bayern“ vor. Seinen Titel „Prinz von Bayern“ lässt er weg, um Vorurteilen auszuweichen. Der 20-Jährige ist ein direkter Nachfahre König Ludwigs des Dritten. Mit seinem blonden Seitenscheitel gibt der junge Starnberger einen hübschen Märchenprinzen ab.

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Corbinian, Prinz von Bayern

Für sein Studium der Staatswissenschaften zieht er nun nach Passau. Hier nimmt er sich ein WG-Zimmer in der Altstadt, nichts Ungewöhnliches also. Dennoch unterscheidet sich Corbinian von Gleichaltrigen. Werte, die seit Jahrhunderten in seiner Familie vertreten werden, haben ihn in seiner Erziehung geprägt. „Ich finde Familie ist etwas sehr Wichtiges und eigentlich das schönste Geschenk, das man bekommen kann.“ Familientreffen bei den von Bayerns finden nicht in einem kleinen Garten statt. Allein seine Großmutter väterlicherseits hat sechzig Nachkommen. Für Corbinian zählen Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen wie selbstverständlich zum engen Familienkreis. Als eines von vier Kindern ist er es gewohnt, immer Jemanden um sich zu haben, egal ob Geschwister oder Freunde. „Freunde sind ja eigentlich eine zweite Familie.“ Vom Thron wäre Corbinian heute weit entfernt. Sein Vater war das jüngste von sieben Kindern, ebenso sein Großvater. Der Familienchef der „von Bayerns“ ist heute Herzog Franz von Bayern. Sein Bruder Herzog Max „in Bayern“ wäre der Nächste in der Thronfolge. Dieser wurde von den in Bayerns adoptiert, um ein Aussterben dieser Linie zu verhindern. Adoptionen sind Teil einer Erscheinung, die dem Adel in viele negative Schlagzeilen eingebracht hat. Die Familien selbst reagieren häufig abweisend, wenn man von adoptierten Sprösslingen im Familienstammbaum spricht. Besonders der Name von Anhalt ist bekannt durch eingekaufte Namensträger wie Party-Prinz Marcus von Anhalt.

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Nicolas, Prinz von Anhalt

♠ Nicolas aus München ist ebenfalls ein Namensträger, ein Prinz von Anhalt. Über seinen Familienstammbaum redet er nicht gerne. Wie Corbinian ist Nicolas Anfang zwanzig. Zu anderen Adeligen hat er keinen besonderen Kontakt. „Ich glaube auch, dass noch nie wirklich ein Kontakt da war.” Häufig ist es ihm unangenehm, sich mit dem Titel, der in seinem Personalausweis steht, vorzustellen. Auf seinem Klingelschild will er „Prinz” nicht stehen haben. Auch bei seinem Arbeitgeber hat er sich ohne seinen Titel vorgestellt.

Der Adelsexperte  ♣ Jürgen Worlitz hat sich jahrzehntelang mit dem Thema Adoption in Adelsfamilien beschäftigt. „Es herrscht die Vorstellung, dass die Käufer eines Namens etwas damit bezwecken möchten. Ihnen wird unterstellt, dass sie Unredliches mit dem Namen planen. Das hat sich in der Öffentlichkeit festgesetzt – ob es stimmt oder nicht.” Der einzig gebürtige von Anhalt, der heute noch lebt, sagt Worlitz, sei Eduard. Jürgen Worlitz erklärt, dass den Anhalts hier auch Unrecht widerfährt. „Der Name von Anhalt ist durch Frederic und Marcus der verbrannteste. So entsteht das negative Image dieses Namens, das sich schon seit Jahrzehnten hält.” Daher findet Nicolas es wichtig, eine gewisse Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen und möglichst bescheiden nach außen hin zu wirken. In seiner Familie gibt es das Credo: Sie möchten ein Leben führen, in dem sich niemand etwas zu Schulden kommen lässt. So wollen sie verhindern, dass dem Namen, dem schon so viel angetan wurde, nicht weiter geschadet wird.

SOZIALES ENGAGEMENT

„Es ist wichtig, Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht“, sagt Corbinian. Abgesehen von dem ausgeprägten Familiensinn des Adels, ist soziales Engagement ein stark vertretener Wert in Adelskreisen. Um selbst auch Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen, ist Corbinian in seinem Heimatort bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv.

 ♥ Sabine Brauer hat als Adels-Fotografin exklusiven Zutritt zu privaten Hochzeiten und anderen Veranstaltungen, die die „normale” Bevölkerung nur in den bunten Blättern bestaunen kann. Auch sie bestätigt das herausragende soziale Engagement der Blaublüter. „Sie veranstalten beispielsweise Charity-Events. Die Familie Thurn und Taxis betreibt eine Armenküche und verköstigt damit jeden Tag 350 Bedürftige. Die sind seit jeher sozial engagiert.”

 ♥ Stephanie Gräfin Burges-von Pfuel ist ein Paradebeispiel für soziales Engagement. Sie ist nicht nur Schlossherrin, Bürgermeisterin von Tüssling und Mutter von sechs Kindern, sondern engagiert sich auf mehreren Ebenen für das Wohl Anderer: Seit 2003 ist sie als Botschafterin der SOS-Kinderdörfer weltweit unterwegs. In dieser Funktion besuchte und unterstützte sie unter anderem Kinderdörfer in Marokko und Sri Lanka. Zudem ist sie Patin der SOS-Kinderdörfer in Bogotá in Kolumbien und St. Petersburg in Russland. 2011 wurde ihr außerordentliches soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. “Es ist eine gewisse Tradition des Adels, zu helfen. Einfach aus der Situation heraus, dass man groß und stark war und denen geholfen hat, denen es nicht so gut geht”, sagt die Gräfin.

Interview mit Stephanie Gräfin Burges-von Pfuel

TRADITION

„Dass man Tanten mit Handkuss begrüßt, ist in nicht-adeligen Schichten wohl nicht so üblich. Für uns ist das gewissermaßen selbstverständlich“, erklärt Corbinian. Die Werte des Adels am Leben zu erhalten bedeutet auch die Tradition aufrechtzuerhalten. Für ihn gehört es dazu, bei offiziellen Veranstaltungen das Familienoberhaupt Herzog Franz zu vertreten und als Repräsentant der Familie auf Veranstaltungen zu sein. Auch gewisse Umgangsformen gehen damit einher.

Tradition liegt auch Gräfin Burges-von Pfuel besonders am Herzen. Allerdings in einer etwas anderen Art und Weise. Sie hält die Tradition aufrecht, indem sie ihr Schloss trotz viel Arbeit und Kosten am Leben erhält. Auch wenn es eher eine wirtschaftliche Belastung für sie ist. „Tradition heißt nicht, dass man verharrt. Sondern Tradition kann man auch weiterentwickeln. Tradition heißt für mich, dass ich diesen Kasten hier nicht verkaufe.” Die Sanierung des ehemaligen Wasserschlosses Tüssling aus eigenen Mitteln war auch einer der Verdienste, für die Stephanie von Pfuel 2011 gewürdigt wurde. Als Kind wohnte die Gräfin bereits auf Schloss Tüssling, den damaligen Bau beschreibt sie als Ruine. „Wir haben da oben in drei schlecht beleuchteten Zimmern gewohnt, weil mehr als eine 40-Watt-Glühbirne nicht drin war.” 1991 hat die Schlossbesitzerin mit der Sanierung des Bauwerks begonnen. An die 40.000 Dachziegel wurden erneuert. Aufgrund der hohen Auflagen des Denkmalschutzes gestaltete sich die Restaurierung schwierig. Noch heute gibt es viel zu tun. Gerade wenn sie denkt, alles wäre fertig, sieht sie an einer neuen Stelle Farbe abblättern. Eine Lebensaufgabe, die es ihr wert ist. Ihr Schloss öffnet sie auch für die Öffentlichkeit. Aus ganz Deutschland reisen Gäste an, wenn die Gräfin zu Gartenmessen, Konzerten oder dem jährlichen Weihnachtsmarkt einlädt.

Fotos: Annalina Ebert, Florian Czmaiduch und Nikolas Rödelberger

Sabine Brauer ist erfreut, dass der Adel die Tradition erhält. Sie beschreibt die Umgangsformen durch die Generationen hinweg als korrekt und höflich. Ein Benehmen, welches sie in unserer Zeit vermisst: „Der Respekt fehlt”, kritisiert sie. Man könne sagen, dass die klassischen Umgangsformen heutzutage eine Art Kultur- und Erbgut sind, das durch Adelige erhalten bleibt. „Gott sei Dank, das ist doch wunderschön. Das ist das, wovon das Bürgertum sich viel abschauen könne. Die haben meiner Ansicht nach schon eine Vorbildfunktion”, sagt Sabine Brauer.

BEZIEHUNGEN UND EBENBÜRTIGE HEIRAT

„Mag sie mich jetzt wegen der Person oder mag sie mich wegen des Namens“, fragt sich Corbinian häufig, wenn ein Mädchen Interesse an ihm zeigt. Das von der Boulevardpresse am häufigsten zerpflückte Thema „Adelige Hochzeiten“ hat der Gesellschaft Bilder vermittelt, die einem Märchen gleichkommen. Dass Adelige nicht bürgerlich heiraten dürfen, ist für Corbinian kein Wert, der sich in seiner Familie erhalten hat. Corbinian sieht darin nichts Falsches und seine Eltern bevormunden ihn bei der Wahl der Frau an seiner Seite nicht. „Wichtig ist, dass die Frau nett ist, in die Familie passt und ähnliche Ansichten hat.” Aber das ist etwas, dass Corbinian nicht zwingend mit seinem Titel verbindet. Dennoch hat er bemerkt, dass sein Titel ihn für Nicht-Adelige attraktiv macht. Für Viele bedeutet die Vorstellung Prinzessin zu werden die Erfüllung eines Mädchentraumes. Für eine gebürtige Prinzessin hingegen ist es normal einem Prinzen zu begegnen. Um nicht nur auf seinen Titel reduziert zu werden, hat Corbinian für sich entschieden, diesen bei neuen Bekanntschaften einfach wegzulassen. Aber abgesehen von der Sorge auf etwas reduziert zu werden, ist es für Corbinian nicht wichtig, welchen Titel seine Zukünftige einmal haben wird. „Man sieht’s ja auch in England oder Schweden, wo die Königsfamilien inzwischen bürgerlich heiraten, nicht mehr fürstlich, wie früher.“

Doch das ist nicht die Regel.  Philip Kiril von Preußen kennt die Konsequenzen, die eine nicht-standesgemäße Heirat mit sich bringen kann. Er blickt auf eine lange und traditionsreiche Familiengeschichte zurück. Er ist ein Nachkomme Kaiser Wilhelms II. Durch den Fall Wilhelm Friedrichs, übernahm Philip Kirils Großvater Louis Ferdinand die Führung des Hauses Preußen. Wäre in Philip Kirils Familie alles ein wenig anders verlaufen und würden wir heute noch in einer Monarchie leben, wäre Philip Kiril jetzt unser Kaiser.

Stattdessen ist er Pastor, Vater von sechs Kindern und hat kaum Kontakt zu der adeligen Verwandtschaft. Der Grund: „Es gibt in unserem Hause ein unsägliches Hausgesetz, welches Bürgerliche zu Menschen zweiter Klasse degradiert.” Der Pastor vergleicht die Geschichte der Enterbung seines Vaters gerne mit der des englischen Traumpaares, William und Kate — mit einem anderen Ende.„Anstatt dass man das als Traumhochzeit bejubelt, wenn der Prinz eine Bürgerliche heiratet, hat mein Großvater meinen Vater enterbt.” Es handle sich hierbei um keinen Einzelfall. Das Hausgesetz der von Preußens galt über Generationen hinweg. Wer außer Standes geheiratet hat wurde enterbt.

Philip selbst hält diese Regel für überholt. „Man könnte das vielleicht vor hunderten von Jahren als gerecht-fertigt ansehen, aber spätestens im 20. Jahrhundert gibt es, was die Bildungsmöglichkeiten und die Horizontweite angeht, keinen Unterschied mehr.” Auch die Beziehung zwischen Philip Kiril und seinem Vater hat unter dem Druck der Familie gelitten. Der Pastor erklärt dies damit, dass Friedrich Wilhelm „vermutlich von klein auf nicht diese Liebe des Vaters bekommen hat, sodass er selbst liebesfähig gewesen wäre.” Er habe auch nie die Empathie gehabt, um zu bemerken, was er anderen damit antut. Am Ende verließ er auf Betreiben seines Vaters Frau und Kind, der Standesdünkel des Hauses siegte über die Liebe. Die Enterbung wurde dennoch nie rückgängig gemacht. Ein Widerspruch findet sich in den Werten der Familie von Preußen. Geht Staatsräson vor Nächstenliebe, obwohl, wie in vielen anderen Adelsfamilien auch, ein starker Familiensinn gepredigt wird?  Jürgen Worlitz kennt Philip Kiril und seine Geschichte. Er kann bestätigen: „Er hat seinen Vater selten gesehen und getroffen, die Beziehung der beiden war gezeichnet von dem Adelsstand der Preußens.” Die Liebe eines Vaters hat Philip Kiril heute in Gott gefunden.

ERZIEHUNG

„In manchen Punkten war die Erziehung vielleicht anders“, sagt Corbinian. Was seine schulischen Leistungen angehe, habe er von seinen Eltern nie Druck bekommen. 2016 besuchte er ein englisches Internat in Somerset, nahe der Mendip Hills. Nichts Untypisches für die Aristokraten. Die entstehenden Freundschaften dienen der  internationalen Vernetzung. Corbinian kann bestätigen, dass das Lernen von Fremdsprachen in allen adeligen Familien einen hohen Stellenwert hat. Seine Familie weiß um die Vorzüge einer guten Ausbildung. Jedoch ist Corbinian nicht gezwungen eine bestimmte Karriere anzustreben, er ist frei in seiner Berufswahl. „Dass ich studiere, ist mein eigener, persönlicher Wunsch.“ Seine Eltern würden Corbinian auch unterstützen, wenn er einen Ausbildungsberuf erlernen würde. Wichtig sei es, eine gewisse Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu erlangen. Selbstverständlich muss der Job auch moralisch vertretbar sein.

Die Jugend des Adels wurde zu Zeiten der Monarchie zu Herrschern erzogen und getrimmt. Schon an der Kinderwiege wurde debattiert, was aus dem Familienstolz in ein paar Jahren mal werden müsse. Ob das Kind die Zukunftspläne teilte oder gar ambitioniert genug dafür war, spielte keine Rolle. Viele Adelssprösslinge litten unter diesem Druck, der sie von Kindertagen an wie ein Schatten begleitete. Auch Maximilian du Prel wuchs unter diesen Umständen auf.

 ♠ Maximilian Friedrich Freiherr du Prel stammt aus einer alten europäischen Familie. Sein Vater war noch am Hof von Ludwig dem Dritten. Er selbst wuchs in Frankreich, England und Deutschland auf. Seine Kindheit war geprägt von einem Leistungsdruck, der von der ganzen Verwandtschaft kam. „Um meine Wiege standen lauter Leute herum. Tanten, Onkels, die erzählen dann alle: Das wird ein ganz toller du Prel“. Der Stammbaum enthält Generäle, Gouverneure und Pagen des Königs. Ein ähnlich angemessener, repräsentativer und ambitionierter Werdegang wurde auch von dem neuen Sproß erwartet. Im Alter von fünf Jahren wurde ihm erklärt, aus welch traditionsreicher und geschichtsträchtiger Familie er stammt. Im Alter von acht Jahren sprach er fließend Englisch, Französisch und Deutsch. Seine schulische Laufbahn vollzog er in verschiedenen angesehenen, internationalen Internaten. Die Erziehung erfolgte nicht nur durch die Eltern, sondern zusätzlich von der gesamten, wie er sie nennt „Onkelschaft“. Immer schwangen die Worte mit: „Aus dem Kerl wird was ganz Besonderes.“ Der Druck wurde immer stärker, besonders als er mit 19 seinen Abschluss machte. „Wenn du so einen Namen hast, kannst du kein Maurer- oder Klempner-Lehrling werden. Stell dir vor der Chef sagt: so Baron, hol mal ein paar Bier her”. Es müsse aus ihm was werden, das hallte dem Freiherren konstant im Hinterkopf. So hätte er nach seinem Medizinstudium auch ein bodenständiger Landarzt werden können, stattdessen war er bereits mit 32 Jahren Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Bad Kissingen und gründete obendrein die Gesellschaft Thüringer Schlösser und Gärten, bei der er auch fünf Jahre lang Präsident war. Der familiäre Druck war selbst dann noch spürbar, Unterstützung habe es nicht gegeben.

Einige konnten diesem Druck nicht standhalten. Ein adeliger Bekannter von ihm, sagt du Prel, konnte die erwünschten Ziele der Familie nicht erreichen und habe sich das Leben genommen: „Er hat es nicht gepackt.“ Auch sein eigener Bruder kam nicht mit der hohen Leistungsanforderung zurecht. Er habe mit 17 Jahren die Schule abgebrochen und flüchtete nach Amerika, um sich dort fernab von Familie und Verpflichtungen ein neues, eigenes Leben aufzubauen. Seinen Kindern wollte er diese Last nie zumuten. Es war ihm wichtig, dass sich seine Kinder ohne Druck frei entfalten konnten. Daher überlegt er aktuell, den Titel abzulegen, „dann würden sie nur noch Duprel in einem Wort heißen.” Die Familiengeschichte wird im Hause du Prel nicht thematisiert.

Stephanie Gräfin Burges-von Pfuel stimmt auf die Frage, ob sie unter einem familiären Leistungsdruck erzogen wurde, nickend zu. Ihre Erziehung beschreibt sie als Dressur. Bewusst hat sie sich bei ihren eigenen Kindern für einen anderen Erziehungsstil entschieden, angeglichener an die heutige Zeit. Sie selbst durfte nicht mit den Kindern aus dem Dorf spielen, bei ihren eigenen Kindern stand das nicht zu Debatte. Ihre Kinder gingen auf die Schule im Ort und später auf das örtliche Gymnasium, wie die anderen eben auch. Es war ihr sehr wichtig ihren Kindern Manieren und Benehmen auf den Lebensweg mitzugeben. „Man sagt Grüß Gott schaut dem Gegenüber in die Augen, man sagt Bitte und Danke und auch Tischmanieren gehören dazu.” Aber auch die „Herzensbildung”, wie sie es nennt war ihr wichtig bei ihren Kindern. Dass die Kinder lernen, jenen zu helfen, die Hilfe benötigen.

„Manchmal ist es schon ein bisschen lästig, aber im Großen und Ganzen ist es eine Ehre und gewissermaßen bin ich auch stolz, auf eine Familiengeschichte blicken zu können, die bis zu 1000 Jahre zurückgeht“, sagt Corbinian. Der bayrische Prinz findet sich gut zurecht zwischen seinem schulischen, beziehungsweise bald studentischen Alltag und seinen Aufgaben als Titelträger. Für ihn ist das ein völlig normaler Bestandteil seines Lebens.

  • "Werte sind für mich Standvermögen im Unglück, mit einem guten Schuss Humor, um deinen eigenen Nachkommen zu imponieren." -Maximilian Freiherr du Prel

Fotos: Annalina Ebert, Viviana Wassermann, Aline Wendt, Florian Czmaiduch, Florian Dietsche, Nikolas Rödelberger, Jürgen Worlitz

Aline Wendt, Florian Dietsche und Viviane Wassermann  Adel auf dem Radel und adrette Etikette. Vor Einigen macht man gerne einen Hofknicks, vor Anderen wohl weniger gerne. WIR knicksen gerne vor jedem, den wir benötigen, um unsere Leser mit spannenden Geschichten zu versorgen. Eine Reise in eine ganz eigene Welt, voller Höflichkeit und Charme, die uns persönlich fasziniert hat. Kaum einer weiß wirklich, was diese Gesellschaft der Adeligen heute noch auszeichnet.

Bitte Ruhe!

Egal ob in Büchern, Artikeln oder Studien – überall werden Ergebnisse präsentiert, die den gesellschaftlichen Mehrwert Introvertierter belegen sollen. In Foren, Selbsthilfebüchern und Blogs bewegen sich ihre Beschreibungen zwischen bemitleidenswerten Schüchternen und hochsensiblen Talenten. Aber sind sie wirklich mehr wert? Ein Großteil der Introvertierten wird gar nicht erkannt, weil sie “ganz normal“ wirken. Warum dann also die große Aufregung um sie? Was trägt zum Beispiel der introvertierte Blogger Patrick Hundt zum Funktionieren der Gesellschaft bei? Und welche Rollen spielen dann noch Extrovertierte, wie die beiden Bodybuilder Andreas Brunner und Robert Nickl?

Foto von Sylvia Löhken

Kommunikationsexpertin Sylvia Löhken

„Introvertierte sind keine bedrohte Tierart“, sagt Sylvia Löhken, Autorin und Expertin für intro- und extrovertierte Kommunikation. „Sie sind auch nicht behindert.“ Es gäbe eine Menge Introvertierte, die wahnsinnig erfolgreich seien. So habe Mark Zuckerberg beispielsweise Facebook erfunden, um sich nicht ständig persönlich mit Menschen treffen zu müssen. Die Opferrolle werde den Introvertierten zu Unrecht zugeschrieben, sagt Löhken. Aber warum? Und was genau sind Introversion und Extraversion überhaupt?

Löhken nennt als zentralen Aspekt, dass Intro- und Extraversion die beiden Enden einer Skala darstellen würden. Meist vereine ein Mensch Teile beider Extreme in sich. Wo er sich auf der Skala befindet, „sagt etwas darüber aus, woher er seine Lebensenergie bezieht. Menschen am introvertierten Ende des Kontinuums richten sich nach innen, um Energie zu gewinnen, Menschen, die eher am extrovertierten Ende des Kontinuums angesiedelt sind, nach außen. Dieser fundamentale Unterschied im Fokus zeigt sich praktisch in allem was wir tun“, schreibt Autorin und Psychoanalytikerin Marti Olsen Laney in ihrem Buch „Die Macht der Introvertierten“.

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Die Unterscheidung wurde vor ungefähr 100 Jahren durch den renommierten Psychiater Carl Gustav Jung geprägt. Das Spannende sei, dass das Nach-Innen-Gewandte und das Nach-Außen-Gewandte Entsprechungen im Gehirn hätten, „also dass Intro-Gehirne und Extro-Gehirne sich tatsächlich unterscheiden“, erläutert Löhken. Intro- und Extraversion seien demnach angeborene Persönlichkeitsmerkmale.

Wie eine Avocado

Introversion und Extraversion sind im Persönlichkeitskern verankert. „Stellen Sie sich vor, Ihre Persönlichkeit ist wie eine Avocado“, sagt Löhken. Wie den festen Kern in der Mitte einer Avocado, habe auch die Persönlichkeit einen Persönlichkeitskern. Das weiche Avocado-Fleisch um den Kern entspreche dem menschlichen Verhalten bei dieser bildhaften Vorstellung: „Wie wir uns also verhalten, was wir tun und was wir uns an Kompetenzen aneignen.“ Die harte Schale sei das, was von außen gesehen werde, also unsere Wirkung.

Der Persönlichkeitskern könne nicht wirklich beeinflusst werden. „Was unseren Kern ausmacht, hat eine Repräsentation in unserem Gehirn. Er ändert sich nur, wenn Ihnen ein Brikett auf den Kopf fällt oder wenn Sie ein Trauma erleben“, sagt Löhken. Die Psychoanalytikerin Olsen Laney bestätigt das. Es sei etwas, „was Sie nicht ändern können.“ Lediglich das Verhalten und die Wirkung könne bewusst gesteuert und geändert werden. Das erkläre auch die Tatsache, warum sich viele Introvertierte in einem extrovertierten Umfeld bewegen könnten, ohne aufzufallen.

Die Unterschiede sind groß

Introvertierte und Extrovertierte laden ihre Energiespeicher unterschiedlich auf. Für Introvertierte stelle laut Olsen Laney die eigene „innere Welt von Ideen, Emotionen und Eindrücken“ eine Energiequelle dar. Sie seien wie ein „Akku“ und bräuchten regelmäßig Pausen von Situationen die sie Energie kosten, schreibt die Autorin. Extrovertierte hingegen genießen ein stimulierendes Umfeld und würden darüber ihre Reserven aufladen. Es sei aber auch wichtig für Introvertierte, sich nicht nur zurückzuziehen, sonst würden Perspektiven und Verbindungen aus dem Blick verloren gehen.

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In der Forschung und Wissenschaft schwankt der Anteil Introvertierter in der Gesellschaft zwischen 30 und 50 Prozent. Damit hat fast jeder Zweite überwiegend introvertierte Eigenschaften. Menschen, bei denen beide Eigenschaften ausgeglichen sind, zählen zu den Ambivertierten.

Mehrwert von Introvertierten

Introvertierte, die gelernt haben, ihre Energie einzuteilen, haben die „Beharrlichkeit und die Fähigkeit, unabhängig zu denken, sich intensiv zu konzentrieren und kreativ zu arbeiten“ – so beschreibt Olsen Laney die Stärken der Introvertierten.

Das Konzentrationsvermögen nennt auch Kommunikationsexpertin Löhken als Vorteil. Im Schulalltag würden diese besonders in der Oberstufe davon profitieren: „Denken Sie mal an fünfstündige Klausuren – was meinen Sie, was das für Stress für Extrovertierte ist.“ Sie sei sich deshalb nicht sicher, ob Introvertierte überhaupt nachteilig ausgestattet seien.

So wird das nichts mit dem gesellschaftlichen Mehrwert

Über Introvertierte im Schulalltag und notwendige Anpassungen des Lehrplans geht es im zugehörigen Printartikel: im Wertpapier ab Seite 44.

Trotzdem bekämen Introvertierte oft „eine schlechte Presse“, sagt Löhken. Zu Unrecht, wie die Expertin findet: „Die hören zu und stellen Fragen und vermitteln Ihnen den Eindruck, dass sie an Ihnen interessiert sind.“ Auch im Business würden Sie mit wertvollen Eigenschaften trumpfen, denn sie wären vorsichtiger, sorgfältiger und gingen eher auf die Substanz. Deshalb wären sie auch besonders gute Führungskräfte. Olsen Laney schreibt in ihrem Buch ebenfalls, dass sich Introvertierte bis in die Tiefe mit Themen auseinandersetzen, während sich Extrovertierte eher breit aufstellen würden. Damit tragen beide zu einem gewinnbringenden Miteinander bei.

Es braucht beides

Löhken ist davon überzeugt, dass es für das Gelingen einer Gesellschaft Beides benötige – Introvertierte und Extrovertierte. Auch der introvertierte Blogger Patrick Hundt nannte in diesem Kontext die „Krieger-Berater-Theorie“ nach Elaine Aron. Diese erklärt, warum es beide Extreme brauche:

Eine Gesellschaft, die immer höher, schneller und weiter will, kann nur dann überleben, wenn es nicht nur Krieger, sondern auch Berater gibt. In turbulenten Zeiten brauchen wir Menschen, die auch mal innehalten, alles gegeneinander abwägen und unpopuläre Entscheidungen treffen, die die Menschen vor einer großen Dummheit bewahren.

Selbsterkenntnis als Lösung

Wer sich selbst und seine Neigungen besser verstehe, dem falle es auch leichter, sich zu akzeptieren, sagt Expertin Löhken. Sie selbst habe ihre eigene Introversion daran erkannt, dass sie bestimmte alltägliche Dinge nicht gemocht habe, zum Beispiel Small Talk. Außerdem hätten sie Dinge müde gemacht, die andere eher wachmachen. „Ich bin doch gesund, was ist denn eigentlich mit mir los?“ – als sie darauf keine Antwort fand, fing sie an sich selbst intensiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. „Es war super erleichternd für mich herauszufinden, dass ich völlig okay bin, aber dass sich eben meine Bedürfnisse von denen anderer unterscheiden, die mehr auffallen“, erzählt sie.

Der extrovertierte Standard

Obwohl „Intros“ und „Extros“ ungefähr gleich verteilt seien, würden Extrovertierte mehr auffallen und deswegen sähen sich viele zur Anpassung gezwungen, sagt Sylvia Löhken. Das falle allerdings schwer, da die eigene Persönlichkeit nicht geändert werden kann. „Man kann nur versuchen auf der Schale der Avocado introvertiert oder extrovertiert zu wirken.“ Als Beispiel nennt Löhken Donald Trump. Wenn sich dieser dazu entscheiden würde, gerne ernster genommen zu werden und deswegen genauer zuzuhören, dann würde er damit zwar sein Verhalten und seine Wirkung steuern, nicht aber seinen Persönlichkeitskern.

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„Unser Persönlichkeitskern kann als eine Art Transmitter angesehen werden, der ständig Impulse an unser Verhalten schickt. Wie wir aber diese Impulse in unser Verhalten übersetzen, darüber können wir ein bisschen mitbestimmen“, erklärt die Expertin. Auch die Psychoanalytikerin Olsen Laney schreibt, dass man sich im Erwachsenenalter auf der Skala bewegen könne, indem man sich „je nach Bedarf introvertiert oder extrovertiert“ verhalte. Das Verhalten außerhalb der eigenen Nische sei allerdings anstrengend und koste viel Energie. Aber muss dieses Anpassen überhaupt sein?

Die eigene Persönlichkeitseigenschaft sollte nicht unterschätzt werden. Schließlich sei sie „ungefähr so wichtig, wie die Frage, ob Sie männlich oder weiblich sind. Da sind sich Psychologen ziemlich einig drüber“, berichtet Löhken. Wer sich demnach ständig entgegen seiner Natur verhalte, der würde früher oder später darunter leiden.

Missverständnisse

Viele der Missverständnisse gegenüber Introvertierten basieren auf der Tatsache, dass das allgemeine Verständnis ihrer Eigenschaften falsch ist oder von jenen abgeleitet wird, die sich nahe dem Extrem befinden. Außerdem wird die Veranlagung häufig mit Schüchternheit und Hochsensibilität verwechselt. Olsen Laney erachtet diese Differenzierung allerdings als besonders wichtig.

Introversion sei eine „gesunde Befähigung, sich auf die eigene innere Welt einzustimmen“, während Schüchternheit eine Form „sozialer Angst“ und Hochsensibilität eine „außerordentlich starke Empfindsamkeit gegenüber äußeren Einflüssen“ sei. Überdies gäbe es auch schüchterne und hochsensible Extrovertierte.

Das wohl am meisten verbreitete Missverständnis ist, dass Introvertierte nicht vor einem Publikum sprechen können und Aufmerksamkeit hassen. Aber Löhken, eine bekennende Introvertierte, hält Vorträge und Seminare vor großem Publikum – ein Widerspruch?

Artgerechte Haltung

Um das zu erklären, greift die Expertin Sylvia Löhken wieder auf den Unterschied zwischen Avocado-Kern und Avocado-Fleisch zurück: „Das was uns im Inneren ausmacht, ist nicht identisch mit der Wirkung, die wir nach außen zeigen. Und es korreliert auch nicht mit Kompetenz.“

Vorträge oder Interviews wie dieses, würde sie im Vorhinein genau planen. Auch habe sie die Anzahl auf eins pro Tag reduziert, damit sie keine „Überdosis“ bekomme. „Wenn ich extrovertiert wäre, könnte ich am laufenden Band Interviews machen“, sagt sie. So gerne sie ihren Job auch mache, Energie bekäme sie auf der Bühne nicht. Extrovertierte hingegen schon. Diese würden sich danach stark und euphorisch fühlen. Sie müsse sich die Energie von woanders holen.

Dass sie da nicht die Einzige ist, belegt sie mit einer Auswahl prominenter Introvertierter in scheinbar extrovertierten Berufen. So seien zum Beispiel Barack Obama, Hillary Clinton und Angela Merkel introvertiert. „Die Rechnung geht nur auf, wenn wir voraussetzen, dass im Persönlichkeitskern von Angela Merkel – und auch von allen anderen – noch andere Eigenschaften sind. Frau Merkel möchte mit ihrer Leistung etwas bewirken. Das ist in ihrem Persönlichkeitskern ausgeprägt.“ Genau das bewege sie dazu, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ihre Introversion habe sie deshalb akzeptiert, so wie Löhken selbst das auch tue: Introvertierte „machen ihr Ding, sorgen aber dafür, dass sie es artgerecht tun.“

Es habe früher Zeiten gegeben, in denen „die Zurückhaltung eine wahnsinnig positive Eigenschaft war.“ Heute würden viele Menschen denken, sie müssten aus einer Torte springen, um erfolgreich zu sein, erzählt Sprachwissenschaftlerin Löhken. „Jetzt gerade schwingt es wieder zurück, weil viele Menschen die Nase voll haben von diesen ‚Lautsprechern‘“, berichtet sie.

Ein Parallelportrait

Wie gehen besonders Introvertierte und besonders Extrovertierte mit dem Status Quo um? Wann fühlen sie sich von ihren Persönlichkeitseigenschaften eingeschränkt? Und wann profitieren sie von ihnen? Diese und weitere Fragen beantworteten der introvertierte Blogger Patrick Hundt und die extrovertierten Bodybuilder und Unternehmer Andreas Brunner und Robert Nickl.

Mein bestes Ich - Introvertierter Erfolg

Patrick Hundt ist 34 Jahre alt und bezeichnet sich selbst als introvertiert. Er arbeitet als Blogger und Autor. Unter seinen Büchern beschäftigt sich eines auch mit der eigenen Introversion. Bis zum Jahr 2012 war er im Online Marketing beschäftigt. Nach dem Ausstieg aus der eigenen Agentur ging es für ihn auf Weltreise. In diesen sechs Monaten fand er zu sich selbst und entdeckte seine spätere Berufung. „Jeder Mensch ist anders ...

„Ich brauche Leute um mich, unbedingt.“

Andreas Brunner (31) und Robert Nickl (30) sind Bodybuilder und Gründer des Fitnessstudios Shredforce in Passau. Eine ihrer Stärken ist die Extraversion, was sich im besonders engen Kontakt zu ihren Kunden bemerkbar macht. Außerdem spornen sie sich damit gegenseitig immer wieder zu Höchstleistungen an. Das Studio von Shredforce ist genauso markant wie die Gründer selbst. Im Dachgeschoss der ...

Mehr Verständnis füreinander

Sowohl für die Einzelpersonen als auch die Gesellschaft wäre es deshalb besser, wenn jeder frühestmöglich herausfindet, ob er intro- oder extrovertiert ist. „Es ist eine deutliche Entlastung, weil wir einfacher früher erkennen: ‚Hey, mit mir ist alles in Ordnung.‘“, sagt Löhken. Wenn man also nicht versuche, sich zu verändern, sondern seinen Eigenschaften entsprechend lebe, könne man glücklich und erfolgreich werden. So könnten Missverständnisse und Vorurteile aus dem Weg geräumt werden und daraus resultierende negative Folgen, wie psychische Krankheiten und vermindertes Selbstwertgefühl, verhindert werden.

Das Verstehen seiner Selbst und der Anderen ist, worauf es ankommt und deswegen der Kern von Sylvia Löhkens Arbeit: „Ich möchte, dass Menschen verstehen, dass es Menschen gibt, die ganz anders ticken als sie selbst.“ Und das sei auch okay so. „Wir profitieren davon, wenn wir wissen, dass wir zwar in einer Welt leben, aber die Welt ganz unterschiedlich wahrnehmen. Je nachdem, ob wir intro- oder extrovertiert sind.“ Als Erfolgsgeheimnis für jeden Einzelnen und die Gesellschaft zitiert sie einen Satz der extrovertierten Schauspielerin Dolly Parton: „Find out who you are and do it on purpose.“

Christina Grünewald und Lea Pfingsten

Christina mag Avocados. Lea bastelt gerne. Also ganz klar: Wir beschäftigen uns mit Introversion. Hä? Wer lacht am lautesten? Wir! Sind wir trotzdem intro? Ja! 24/7 haben wir uns mit allen Formen der Intro- und Extraversion beschäftigt, zwecks der Produktivität sind wir glatt zusammengezogen. Für unsere tägliche Dosis Ruhe sind wir auch brav immer früh schlafen gegangen und haben die anderen im Newsroom abends alleine gelassen. Außer jetzt gerade. 21:52 Uhr im ZMK – „Intro oder Extro?“ , das ist hier die Frage. #haiphappenuhaha #quelltext