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Grenzüberschreitender Kulturraum
Inn-Salzach-Donau

Das Projekt „ViSIT – Virtuelle Verbund-Systeme und Informations-Technologien für die touristische Erschließung von kulturellem Erbe“ wird im Rahmen des INTERREG V-A Programms Österreich – Bayern 2014-2020 des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Millionen Euro gefördert und läuft von Oktober 2016 bis September 2019. Ziel ist die digitale Erschließung und touristische Inwertsetzung von Burgen und Residenzen im Inn-Salzach-Donau-Raum.

Fotos (v.l.n.r.): „Hohensalzburg“, Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.; Abensberg_Herzogskasten.JPG: Wikimedia Commons (Foto: By HH58 [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]); „Burghausen“, Universität Passau

Ein vernetztes System, viele Möglichkeiten

Die digitalen Angebote von ViSIT ermöglichen es, standort- und länderübergreifend ein kulturtouristisches Thema  – Burgen, Schlösser, Residenzen – auf neuartige Weise zu vernetzen. Basis dafür ist eine speziell entwickelte Infrastruktur, die eine  semantische Datenbank und verschiedene Anwendungsmöglichkeiten  einschließt. Konzept und Technik sind offen für Adaptionen in der Breite.

Fotos (v.l.n.r.): „Neuburg am Inn“, „Hohlweg bei der Burg, Neuburg am Inn“, „Burghausen“, Universität Passau

Ein Virtuelles Depot für Burgen und Museen

Im Zentrum des ViSIT-Projektes steht die Entwicklung eines „Virtuellen Depots“, einer semantischen Datenbank, die das Verknüpfen unterschiedlicher Inhalte ermöglicht: Mediendaten, Bilder und 3D-Digitalisate aber auch Metadaten, Texte und Beschreibungen.  Inhaltliche Zusammenhänge der Objekte werden räumlich und thematisch übergreifend dargestellt und bisher ungesehene Verbindungen sichtbar.

Fotos (v.l.n.r.):  „Veste Oberhaus Passau“, Museum Veste Oberhaus, Passau; „Burg Golling“, Universität Passau; „Hohensalzburg“, Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.

3D und mehr

In ViSIT werden 3D-Digitalisate vom archäologischen Kleinfund bis zur ganzen Burganlage erstellt. Die Digitalisate sind in das Virtuelle Depot eingebunden und in unterschiedlichen Komprimierungen abrufbar. Verschiedene Verfahren werden evaluiert, für unterschiedliche Anwendungen optimiert und praxisorientierte Best Practices zur 3D-Digitalisierung erarbeitet.

Fotos (v.l.n.r.): „DAVID SLS-3 Stereo HD Structured Light 3D-Scanner, Drehteller mit Objekt“; „Bodenfunde, Julbach in Niederbayern“, „Fotogrammetrisches 3D-Modell einer Büste aus Neuburg am Inn“: Universität Passau

Anwendung und Praxis

ViSIT entwickelt exemplarische Anwendungen, die auf die Daten im Virtuellen Depot zugreifen: ein Appframework zu Generierung mobiler Angebote, eine Tabletanwendung zum Einsatz in Ausstellungen und ein virtuelles Fernrohr – einfach bedienbar von Burgenbetreibern und Museumskuratoren.

Diese Anwendungen kommen in den Pilothäuser Veste Oberhaus und Festung Kufstein zum Einsatz. Hier werden, jeweils in historischen Wehrtürmen, Ausstellungen kuratiert, die beispielhaft mit den ViSIT-Entwicklungen  arbeiten.

Ein von der Forschungsgesellschaft Salzburg Research erstelltes Konzept für e-Kulturtourismus, gestützt durch empirische Untersuchungen an der Veste Oberhaus und der Festung Kufstein, ergänzt das ViSIT-Portfolio.

Fotos (v.l.n.r.): „Neuburg am Inn“, Universität Passau; „Mobile Anwendung im musealen Bereich“, Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H., „Burghausen“, Universität Passau