AUTOMATISCH SÜCHTIG

Jonathan ist automatenspielsüchtig, Max ist wettspielsüchtig. Wir erzählen die Geschichte von zwei Schicksalen in einem unkontrollierbaren System.

*die Betroffenen Max und Jonathan wurden anonymisiert

Max ist seit 18 Jahren wettspielsüchtig. Im Gespräch erzählt er uns von seiner Wut auf die unzureichende Regulierung des Glücksspielmarktes.

Lücken der staatlichen Regulierung

Der Blick richtet sich auf einen kleinen quadratischen Ausschnitt der Welt. Die Handflächen werden feucht, Adrenalin schießt hoch. Stress und Anspannung, dann die unkontrollierte Explosion: Er springt auf. Es ist ein Tor gefallen. Die Wette ist gewonnen.

Diese Gefühle will Max nicht mehr erleben. Seit sieben Monaten hat er auf kein Fußballspiel mehr gewettet. Seit zwölf Wochen befindet er sich wegen seiner Online-Wettspielsucht in stationärer Therapie. Doch 18 Jahre des Kontrollverlustes und der Machtlosigkeit gehen nicht spurlos an ihm vorüber, erinnern ihn immer wieder an die Momente, in denen er vor dem Fernseher den Ausgang des Wettspiels beobachtete. „Es sind ganz komische und ganz intensive Gefühle, vor allem sehr intensive Glücksmomente“, sagt Max, man fühle sich wie ein Gewinner.

Besonders schnelle und intensive Spiele steigern die Gefahr der Abhängigkeit, erklärt die Diplom-Sozialpädagogin Birgit Kasubke. Vor allem Online-Spiele, Sportwetten und das Automatenspiel ziehen den Spieler aufgrund des Erlebnisgehalts in den Bann, lassen ihn nicht mehr los und das Glücksspielverhalten wird krankhaft. „Wenn ein Spieler sich selbst und seinem Umfeld schadet und trotzdem nicht damit aufhört, dann spricht man von pathologischem Suchtverhalten“, erläutert Mathias Kellner, Diplompsychologe mit Schwerpunkt Glücksspieltherapie der Fachklinik Furth im Wald.

Wann wird Glücksspiel zur Sucht?

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(1) Birgit Kasubke, Landshuter Netzwerk (2) Mathias Kellner, Fachlinik Furth im Wald (3) Betroffener Jonathan

Mit seinen zwei Kindern im Alter von fünf und einem Jahr telefoniert Max jeden Tag. „Ich vermisse sie sehr“, sagt er, „sie haben aber nichts von dem Ganzen hier mitbekommen“. Seine Frau hat ihn im Februar 2018 vor die Wahl gestellt. Entweder er hört mit dem Wettspiel auf „oder es geht so nicht mehr weiter“. Dadurch sei er ganz unten angekommen. Weil er immer höhere Kredite aufnahm, die wiederum ältere Kredite decken mussten, hat er seine Familie verschuldet. Nun bittet er um die Privatinsolvenz. Er will den Schuldenberg endlich loswerden.

Rund 13 Milliarden Euro erwirtschafteten Glücksspielunternehmen 2017 in Deutschland. Diese Bruttospielerträge sind die gesamten Einnahmen aus den Spieleinsätzen abzüglich der Gewinnausschüttungen an die Spieler. Mit Werbesprüchen wie „Wann war das letzte Mal, dass du so richtig Glück hattest?“ oder „Es ist nur ein Spiel, aber jeder will es gewinnen“ werben die Glücksspielanbieter im Fernsehen und in den Kinos. „Es wird in Deutschland von Olli Kahn für Tipico geworben. Das Glücksspiel ist bei ihm ja in guten Händen“, sagt Max mit einem verächtlichen Lachen. „Viele denken, das kann ja nicht so schlimm sein oder es muss doch legal sein, wenn Werbung ausgespielt wird.“

Zwischen Illegalität und Legalität von Glücksspieldienstleistungen zu unterscheiden, stellt nicht nur eine Herausforderung für die Spieler dar. Aufgrund des deutschen Glücksspielmonopols liegen Anbieter wie Lotto AG, die Glücksspirale und der Sportwettanbieter Oddset in staatlicher Hand. Private Anbieter müssen vom Staat lizensiert werden. 2008 haben es die Länder mit der ersten Auflage des Glücksspielstaatsvertrages (GlüStV) geschafft, den Glücksspielmarkt größtenteils einheitlich zu regulieren. 2010 kippte der Europäische Gerichtshof den Vertrag, da die öffentlich ausgespielte Werbung staatlicher Anbieter das höherrangige Ziel der Suchtprävention und Suchtbekämpfung untergrabe.

Der 2012 in Kraft getretene erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) hatte zum Ziel, eine einheitliche und rechtskonforme Neuregulierung zu schaffen. Zwar behält sich Deutschland weiterhin das Lotteriemonopol vor, jedoch kam es durch eine Experimentierklausel zu einer Liberalisierung am Sportwettenmarkt. Innerhalb dieser konnten testweise zwanzig Sportwettenanbieter konzessioniert werden. Die Konzessionsvergabe wurde jedoch aufgrund von intransparenten Prozessen vom Verfassungsgericht gestoppt. Online-Angebote blieben über die Regulierungsversuche hinweg illegal, mit Ausnahme des Internet-Vertriebs staatlicher Lotto-Angebote.  

Dies hat dazu geführt, dass auch der erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag für rechtswidrig erklärt wurde. Das Verfassungsgericht begründet ihre Entscheidung mit dem Verstoß des Glücksspielmonopols gegen die Berufsfreiheit aus Artikel 12 GG und der Europäische Gerichtshof mit dem Verstoß gegen die Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit. Dadurch werden Anbieter aus dem Aus- und Inland diskriminiert. Diese unklare Rechtslage erlaubt es privaten Anbietern, Werbung auszuspielen, Sportwetten zu veranstalten und Online-Glücksspiel anzubieten, obwohl die Veranstaltung im Sinne der deutschen Rechtssprechung zum Glücksspielmonopol illegal ist. 

Irgendwann sind es nur noch Zahlen mit Nullen dran.

Von seinem Hauptanbieter Bet-Fair hat Max zu seinen einsatzstärksten Zeiten Einladungen zu Events wie dem Pferderennen in Ascot oder Konzertkarten von Christina Aguilera erhalten. Annehmen konnte er nicht, sonst hätte seine Familie Verdacht geschöpft. Jeden Tag stand er extra früh auf und checkte heimlich die Spiele für den aktuellen Tag auf seinem Smartphone. „Irgendwann sind es nur noch Zahlen mit Nullen dran und das schlussendliche Ziel ist es, dass sich die Zahlen ins Plus statt ins Minus bewegen“, erzählt Max. Ihm war zwar bewusst, dass die ausländisch lizensierten Online-Live-Wetten illegal sind. In Zeiten des kompletten Kontrollverlustes war ihm das aber egal. Er hat täglich bis zu 2000 Euro an die illegalen Anbieter abgetreten. „Ich habe nicht mehr darüber nachgedacht“, sagt er, „es sind nur ein paar Sekunden und man kann loszocken.”

„Ich empfinde es wie eine Lawine, die über den Glücksspielmarkt hereinbricht“, sagt Sozialpädagogin Kasubke über den Kreuzzug der Online-Glücksspiele. Bei Strafverfolgung können sich die illegalen und meist in den EU-Steueroasen Malta und Gibraltar lizensierten Anbieter auf das höherrangige Europarecht berufen. Damit agieren sie in einer unregulierten Grauzone und hebeln die deutsche Rechtsprechung aus. Seit der 1. Glücksspielstaatsvertrag für rechtswidrig erklärt wurde, gibt es immer wieder Bemühungen, eine rechtskonforme Regulierung auf Länderebene zu schaffen. Doch auch der 2. Glücksspieländerungsstaatsvertrag, der eine Liberalisierung im Sinne des EU-Rechts zum Ziel hatte, wurde durch den Widerspruch mehrerer Länder zum 01.01.2018 abgelehnt. Aufgrund mangelnder Alternativen, wurden die lückenhaften und rechtswidrigen Regulierungen des 1. GlüÄndStV bis 2021 verlängert.

Gefahren des Online-Marktes

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(1) Mathias Kellner, Fachlinik Furth im Wald (2) Birgit Kasubke, Landshuter Netzwerk
Wie leicht ist es, sich illegal bei Online-Glücksspielen einzuloggen? Wir machen den Test!

Der deutsche Glücksspielmarkt ist geprägt von Wut und vor allem von der Machtlosigkeit aller Beteiligten. „Es existiert einerseits der Wunsch nach Freiheit und andererseits der Wunsch nach Reglementierung“, sagt der Suchttherapeut Mathias Kellner. „Das sind alles gegensätzliche Pole von einem Kontinuum. Die Antwort findet sich wahrscheinlich irgendwo dazwischen.“ Auch Max ist ratlos: „Ich weiß leider keine Ideallösung. Es sollte vielleicht einfach eine gesetzliche Basis geben, die für alle klar ist – sowohl für Anbieter als auch für Kunden.“ Wetten oder Casinos sind 24 Stunden verfügbar. Irgendwo auf der Welt kann immer auf ein Spiel live gewettet werden. Max wünscht sich, dass mehr Kontrollen oder überhaupt einmal Grenzen festgelegt werden und mehr Aufklärungsarbeit betrieben wird. Die Explosion des illegalen Glücksspielmarktes könne so gestoppt werden und anderen könne der harte Weg aus der Sucht erspart bleiben. 18 Jahre lang hat Max gegen die Sucht gekämpft. Mit einer Therapie hat er sie nun vorerst besiegt. Er hat sich für ein spielfreies Leben mit seiner Familie entschieden.

Lücken in der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen

Jonathan ist erst 24 und automatenspielsüchtig. In drei Jahren hat er 80.000 € verspielt. Mit uns hat er offen über sein Leben und seine Erfahrungen mit Präventionsmaßnahmen geredet.

Gleich zu Monatsbeginn, wenn der Lohn überwiesen wurde, ist der 24-jährige Jonathan zur Bank gefahren, hat alles abgehoben und ist in die Spielothek gefahren. 80.000 Euro hat er in den vergangenen drei Jahren verspielt. Seine Freundin und seine Familie haben ihm nun den Anreiz gegeben, von seiner Sucht abzuschwören.

Mit 20 Jahren ist Jonathan durch seinen Zwillingsbruder zum Glücksspiel gekommen. Dieser hat sich bereits vor einem Jahr in eine stationäre Therapie begeben. Kurz bevor Jonathan seine Therapie antreten wollte, hatte sein Zwillingsbruder einen Rückfall erlitten. „Natürlich haben meine Eltern eine schwere Zeit durchgemacht, beide Söhne spielsüchtig. Meine Mutter war deswegen sogar zweimal auf Kur“, sagt er. Jedoch habe es ihm in der Kindheit nie an etwas gefehlt. Er und sein Bruder sind in einem Dorf mit 700 Einwohner aufgewachsen. Sie hatten ein Haus gemeinsam mit ihren Großeltern und einen kleinen Ackerbau. „Wenn man auf dem Dorf aufgewachsen ist, hatte man natürlich einen super Zusammenhalt“, erzählt er, „vor der Sucht gab es auch keine Diskussionen. Erst mit der Sucht kamen die Streitereien hinzu.“ Dass seine Eltern ihn trotzdem über die Sucht hinweg unterstützen, bedeutet ihm viel.

Jonathan erzählt über seine Familie

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(1) Betroffener Jonathan

Die staatlichen Bemühungen zum Jugendschutz zeigen nur bedingt Wirkung. 35 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren haben bereits Glücksspiele gespielt, obwohl das Glücksspiel frühestens ab 18 Jahren, teilweise sogar erst ab 21 Jahren erlaubt ist. „Wer sollte das denn kontrollieren?“, fragt Jonathan. Für die Anbieter sind alle potentiellen Spieler eine Geldquelle. „Sie werden eher eingeladen mitzuspielen, als aufgefordert zu gehen.“ Eltern müssten die verspielten Beträge ihrer Kinder einklagen, sagt er. „Aber welche Eltern tun das schon? Wie viele wissen darüber überhaupt Bescheid?“ Er habe in den drei Jahren, in denen er in der Spielothek gespielt hat, noch keine Kontrolle miterlebt. Der Diplompsychologe Mathias Kellner bestätigt, dass die Prävention mit den Kindern beginnen muss. Themen wie „Medienkompetenz“ sollten gerade an Schulen und in Altersgruppen, in denen bereits Smartphones benutzt werden, präsenter sein, damit die Jugendlichen selbstständig lernen die Gefahren zu erkennen.

Was ist legal und was illegal? – Ein Überblick über die Rechtslage in Deutschland

Gemeinsam mit seiner Mutter ist Jonathan vor knapp einem Jahr von Spielothek zu Spielothek gegangen, um sich selbst sperren zu lassen. Damit können sich Spielende freiwillig aus Spielotheken verweisen lassen. Laut §1 Abs. 1 GlüÄndStV ist es oberstes Ziel des Glücksspielmonopols, „das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen“. Für eine staatliche Lizensierung oder Konzessionierung müssen Anbieter demnach Präventions- und Spielerschutzmaßnahmen einrichten und umsetzen.

Jonathan wollte eine Selbstsperre in der Spielothek des Anbieters Merkur beantragten. Als er mit seiner Mutter einen Mitarbeiter danach fragte, entgegnete der ihm: „Sowas machen wir hier nicht.“ Der verärgerte Brief, den Jonathans Mutter daraufhin an den Vorstand von Merkur schrieb, blieb bisher unbeantwortet. In einem vorab eingeholten Statement der Merkur-Spielotheken heißt es: „Die Präventionsmaßnahmen der Unternehmensgruppe sind nicht ausreichend, sondern überdurchschnittlich gut! Diese werden seit vielen Jahren von uns intern aber auch auf Verbandsebene mit Nachdruck forciert.“  Genau dort klafft ein Loch zwischen Theorie und praktischer Umsetzung. Die staatliche Regulierung sei zwar wichtig, sagt die Expertin für Glücksspielsucht, Birgit Kasubke, jedoch fehle es an der Umsetzung der Regulierungen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Fremdsperren. Anders als bei den Selbstsperren können bei dieser Maßnahme die Anbieter gefährdete Spieler proaktiv aus ihren Räumlichkeiten verweisen. „Doch dieser Spielerschutz, den es in den Spielotheken gibt, ist völlig banal“, wie Jonathan anmerkt. „Dich wird  keine Servicekraft darauf hinweisen: ‚Pass auf, du schmeißt da viel Geld rein.’ Dann ist sie am nächsten Tag weg, weil sie gefeuert wurde.“ Die Besitzer der Merkur-Spielotheken betonen hingegen, sie hätten kein Interesse daran, glücksspielsüchtige Menschen bei sich spielen zu lassen. Nur sei es eine der größten Herausforderungen, mögliche Betroffene erkennen zu können.

„Das braucht mir niemand erzählen“, sagt der langjährig glücksspielsüchtige Max. Man sehe ganz genau, wenn die Spieler am Anfang des Monats ihren Lohn bekommen, Unsummen verspielen und dann den Rest des Monats nicht mehr kommen. „Viele sind hochgradig spielsüchtig und verzocken da ihr Leben.  Die Anbieter sind ja auch keine sozialen Einrichtungen. Dass die nachts noch gut schlafen können… .“ Das Argument der Spielhallen sei vielmehr, so denkt Max: „Wenn er nicht zu mir kommt, dann geht er in die nächste Spielhalle.“ Mathias Kellner ergänzt, dass die mal mehr, mal weniger ernsthaft praktizierten Präventionsmaßnahmen, wie Sperren oder Einsatzlimits, nur Hilfsmittel sind. Tatsächlich effektiv wäre es eher, das Glücksspiel unattraktiver zu machen. Das könne man an der Entwicklung vom angesehenen Marlboro Cowboy zum uncoolen Raucher sehen.

Wie könnte die Prävention und der Spielerschutz funktionieren?

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(1) Betroffener Jonathan (2) Mathias Kellner, Fachlinik Furth im Wald

Jonathan steht kurz vor seiner Entlassung aus der Therapie. Er will die Spielotheken nicht weiter finanzieren. Auf die Frage, ob er Angst vor der Zeit nach der Entlassung habe, entgegnet er mit einem willensstarken „Nein“. Einen Rückfall ausschließen, könne er nicht. „Es wird vielleicht zu einem Punkt kommen, wo die Freundin weg ist, wo alles schief läuft und dann fällt man in das alte Schema zurück.“ Spielerschutz und Prävention würden kein großes Hindernis darstellen. Von seinem rückfälligen Bruder will er sich zunächst distanzieren, um abstinent zu bleiben. Er freut sich aber, die Zeit nach der Entlassung mit seiner Freundin zu verbringen. Er will Freunde auf einen Spieleabend einladen. Einen Spieleabend ganz ohne den Zufall, das Glück oder den Kontrollverlust.

Die Schuldfrage

Staat, Wirtschaft, Betroffene. Wer ist schuld an der ineffizienten Suchtbekämpfung?

Der Kontrollverlust ist zu einem Krankheitssymptom des Glücksspielmarktes geworden. Doch eine Krankheit kann geheilt werden. Dies erfordert jedoch die Zusammenarbeit aller Parteien und die Rückbesinnung auf das eigentliche Ziel der Regulierung von Glücksspielen: Suchtbekämpfung und Prävention.

Wer hat Schuld an der aktuellen Situation?

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(1) Betroffener Jonathan (2) Mathias Kellner, Fachlinik Furth im Wald

Auf die Frage, wer an der Misere schuld sei, geben sich Max und Jonathan selbst die Schuld. Sie hätten ja nicht spielen gehen müssen. Doch wie Mathias Kellner erklärt, ist die Schuldfrage zu vergleichen mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, des Universums und überhaupt allem. Der Staat und die Wirtschaft ließen verheerende Lücken im Spielerschutz und in der Prävention aufkommen. Alle Beteiligten hätten eine Teilschuld. Es sei aber ein Trugschluss, dass die Betroffenen alleinige Schuld an der Sucht haben, resümiert Kellner. Denn wie Birgit Kasubke zusammenfasst: „Sucht ist eine Krankheit und keine Charakterschwäche.“