Hard Facts: Schönheitsoperationen

Quellen: Statista Dossier  „Schönheitsoperationen“ (International Society of Plastic Surgery (ISAPS), Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC), Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE))

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Theresa: über Instagram zur Schönheitsoperation

Wenn es um das Thema eines ästhetischen Eingriffs geht, ist bei vielen jungen Erwachsenen sofort das Ende der Fahnenstange erreicht. Nicht aber bei Theresa. Die 20-jährige Studentin mit den blonden Haaren und dem gleichmäßigen Teint hat die Entscheidung getroffen, ihr Aussehen mit einem Eingriff zu verändern. Instagram brachte sie auf die Idee. Und Supermodels wie Bella Hadid, die sich haben operieren lassen und jetzt überall zu sehen sind: egal ob in der Werbung, in einer Zeitschrift oder eben auf Instagram. Die Plattform sieht sie nicht als ausschlaggebender Faktor bei ihrer Entscheidung – indirekten Einfluss hatte sie ihrer Meinung nach aber schon.

Name Theresa
Alter 20
Haarfarbe blond
Augenfarbe grün-grau
Lieblingsessen Spaghetti Carbonara
Hobbies tanzen, singen, shoppen

Cube: Wie kam es zu der Entscheidung?

Theresa: Seit ein, zwei Jahren gibt es so einen Hype auf Instagram rund um das Thema ästhetische Eingriffe. Ich habe das bei größeren Stars gesehen und mir gedacht, dass ich das auch will. Ich folge seit längerer Zeit auf Instagram einer Ärztin mit einer Praxis in München. Sie hat mich dann mal gefragt, ob ich nicht Lust hätte, Model für ihre Seite zu sein.

Wie waren die Reaktionen auf deine Entscheidung?

Gerade die Älteren, die nicht zur Instagram-Generation zählen, haben es gar nicht verstanden. Meine Eltern haben nur den Kopf geschüttelt und gesagt: „Wenn du meinst“. Meine Freundinnen, die auf Instagram aktiv sind, meinten, dass ich es einfach mal ausprobieren sollte. Ich denke, wenn man auf Instagram aktiv ist, hat man mehr Verständnis für sowas. Da ist man auch mehr mit dem Thema konfrontiert.

Spielt die „Selfie-Kultur“ eine Rolle bei deiner Entscheidung?

Es ist nicht der entscheidende Faktor, aber es spielt unterbewusst mit ein. Es ist schon cool, wenn man auf einem Bild vollere Lippen hätte. Gerade wenn es um Selfies geht, bin ich das typische Klischee: ein Foto unter 400 auswählen und bearbeiten.

Wie denkst du wird dich der Eingriff beeinflussen? 

Ich glaube schon, dass ich mich danach besser fühle, je nachdem wie das Ergebnis ist. Ich gehe mit der ganzen Sache offen um, man sieht es ja auch. Aber ich würde es nicht groß raus schreien, am Ende muss ich damit klar kommen.

Gibt dir Instagram Selbstvertrauen?

Mir gefällt es schon, wenn ich ein Foto poste und damit zufrieden bin. Da fühlt man sich selbstsicherer. Früher waren mir auch viele Likes wichtig, mittlerweile ist mir das komplett egal.

Vor ihrem Termin in der Münchner Praxis wusste Theresa noch nicht, was auf sie zukommt. Auch was sie eigentlich machen lassen will, war ihr nicht klar.

Manche Sachen sind mir zu heftig, wie zum Beispiel Kinn modellieren. Aber sowas wie Unterspritzungen bei Augenringen oder Lippen aufspritzen würde ich machen lassen.

(Theresa, 20)

Letztendlich hat sie sich zusammen mit der Ärztin dann für Lippenaufspritzen entschieden. Für Unterspritzungen im Gesicht ist Theresa noch zu jung, der Effekt würde gar nicht sichtbar sein. Ihre Aufregung während des Eingriffs hielt sich in Grenzen, obwohl es trotz örtlicher Betäubung weh tat. Nach 15 Minuten war jedoch schon alles vorbei.

Für die Prozedur wird heutzutage nicht mehr das Nervengift Botox verwendet, da es zu schädlich für den Körper ist. Mittlerweile setzen Schönheitschirurgen auf Hyaluron. Die gelartige Flüssigkeit wird vom Körper selbst hergestellt und wieder abgebaut. Zwar lässt der Effekt des Eingriffs damit nach, aber die Substanz ist besser für den Körper.

Direkt nach ihrem Termin hat Theresa ihre Lippen erst nicht gespürt, danach aber schnell vergessen, dass sie eine Veränderung im Gesicht trägt. „Wenn man dann wieder zum Spiegel geht merkt man erst ‚Huch, da war irgendwas'“. Ob ihr das Ergebnis gefällt?

Ich bin voll happy! Mir gefällt’s richtig gut! Ich hatte Angst, dass es unnatürlich wird, aber das ist es gar nicht.

In Zukunft kann sich Theresa weitere Eingriffe vorstellen. Nur solange sie trotzdem natürlich aussieht, kann sie sich wohl fühlen. „Nicht, dass ich mich am Ende selbst nicht mehr erkenne!“

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Medizin und Psychologie – Hintergründe der medialen Inszenierung

Schönheitsoperationen, Selbstbild und soziale Medien – drei Begriffe, die mehr gemeinsam haben, als auf den ersten Blick zu vermuten ist. Die Psychologin Carina Dörr und der Schönheitschirurg Prof. Dr. med. Peter Graf kennen sich auf ihren Themengebieten aus und haben eine Einschätzung vorgenommen.

“Ich möchte eine Nase wie Kim Kardashian”

Wer mit dieser Aussage in die Praxis von Prof. Dr. med. Peter Graf geht, hat schlechte Karten. Denn Patienten, die mit medial beeinflussten Vorstellungen eine Operation angehen wollen, holt er schnell zurück auf den Boden.

Graf ist seit über 30 Jahren in der Chirurgie tätig. Im Bereich der ästhetischen Chirurgie führt er in seiner Praxis zum Beispiel Brustvergrößerungen oder Fettabsaugungen durch.

Wenn man an verändernde Eingriffe wie Nasenkorrekturen oder ein Facelift denkt, schweben oft Bilder von makellosen jungen Frauen vor dem inneren Auge. Theresa ist deswegen auch schätzungsweise nicht die einzige, die sich davon beeinflusst fühlt.

Das Selbstbild, so Graf, spielt vor allem bei den jungen Erwachsenen noch eine große Rolle. In ihrem alltäglichen Leben werden sie mit unzähligen Einflüssen konfrontiert, sei es online oder durch das persönliche Umfeld. Vor allem sozialer Druck, der durch soziale Medien vermittelt wird, ist ein ausschlaggebender Indikator für Veränderungswünsche bei jungen Erwachsenen. Ein wichtiger Punkt ist die Mediennutzung dieser Menschen. Früher standen Medien wie das Fernsehen im Mittelpunkt, heute sind es Online-Plattformen wie Instagram und Facebook. 

Peter Graf bespricht mit seinen Patienten nicht nur die Einzelheiten des Eingriffs, sowie mögliche Komplikationen, sondern bezieht auch die psychische Situation mit ein. Ein Beweggrund wie „Ich will eine gerade Nase, damit mein Freund mein Instagram-Bild liked“ ist für ihn nicht genug für einen Eingriff. Der kann nämlich auch Komplikationen mit sich ziehen.

Carina Dörr ist Psychologin. Sie fand es schon immer interessant, sich mit Menschen und ihren Verhaltensweisen zu beschäftigen. Bei ihrer Arbeit befasst sie sich hauptsächlich mit den Themen Akzeptanz, Depression und Ängsten, die auch mit dem Selbstbild zu tun haben können.

Das Selbstbild ist das Gesamtbild, das eine Person von sich hat: über das Aussehen, Eigenschaften und Fähigkeiten, positiv wie auch negativ. Es entscheidet über die psychische Stabilität einer Person, so Dörr. Ein positives Selbstbild wirkt sich auch auf das Selbstbewusstsein aus: je positiver das Bild, desto höher das Selbstbewusstsein. Dieses setze sich aus drei Komponenten zusammen:

  • biologische Komponente: genetische Veranlagungen
  • psychologische Komponente: Stimmungen
  • soziale Komponente: Erlerntes und Erlebtes

Vor allem die soziale Komponente habe große Auswirkungen. Viele Erlebnisse prägen sich nachhaltig ein und beeinflussen dann das Selbstbild und Selbstbewusstsein. So wird eine Person, die in ihrer Jugendzeit als „fette Kuh“ beschimpft wurde, sich auch später noch mit dieser Beleidigung identifizieren, selbst wenn sie eigentlich dünn ist.

Die Psychologin sieht die Gefahren von sozialen Medien nicht nur für Rezipienten, sondern auch für Nutzer. Positive Reaktionen, wie Likes oder positive Kommentare, wirken sich auch positiv auf das Selbstbewusstsein aus. Negative Reaktionen können einen Nutzer jedoch bis in die Depression jagen. Rezipienten können Gefahr laufen, den vielen dargestellten Idealen nachzueifern. Mögliche Folgen sind Essstörungen oder auch ein Wahn nach immer mehr Schönheitsoperationen. Sehr wichtig bei der Rezeption ist die Reflexion: Bilder auf sozialen Medien sind häufig gefotoshopped oder besonders günstig fotografiert. Wer sich darüber nicht klar ist, ist besonders von einer Beeinflussung gefährdet. Vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene lassen sich leichter beeinflussen, weil ihre Persönlichkeit noch nicht zu 100% gefestigt ist. Im Gegensatz zu Erwachsenen sind sie oft noch in der Selbstfindungsphase.

Soziale Medien können aber nicht nur das Selbstbild beeinflussen. Man kann auch beeinflussen, wie andere einen wahrnehmen.

(Carina Dörr, 24, Psychologin)

Studien zufolge können körperliche Veränderungen an sich das Selbstbild stärken. Wer sich eine große Nase kleiner operieren lässt, fühlt sich danach tatsächlich besser. Ein Irrglaube ist jedoch, dass man nach einer Schönheitsoperation oder Typveränderung (z.B. Gewichtsverlust) insgesamt mit seinem Leben zufriedener ist als zuvor. Diese Veränderung wirkt sich nur auf das Äußerliche aus, die Persönlichkeit bleibt unbeeinflusst. Eine körperliche Veränderung kann keine psychischen Probleme lösen, sie bewirkt lediglich eine isolierte Steigerung des Selbstbildes.


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Bauch, Beine, Po und was man sonst noch machen kann

Leistung war schon in der Steinzeit von großer Bedeutung. Denn wenn der Jäger nicht fit war, konnte er die Familie nicht versorgen.  Später war Fitness eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Militär. Während sich John Locke im 15. Jahrhundert für einen Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und Intellekt aussprach, wurde während der Industrialisierung bewiesen, dass ein Mangel an Bewegung zu bestimmten Krankheiten wie Fettleibigkeit führen kann.

Während vor 10 Jahren Facebook die einzige Social-Media-Plattform war, wurden bis heute etliche weitere soziale Medien gegründet und haben sich etabliert. Auch wenn es „damals“ schon mediale Vorbilder gab – heute wird der Online-Rezipient schon fast mit Bildern, Videos und Co. bombardiert, wenn er einen Blick in die sozialen Medien wirft. Der Einfluss dieser steht somit außer Frage. Es legt sich aber nicht jeder unter’s Messer, um sein Äußerliches zu verändern, denn es gibt auch andere Möglichkeiten.

Bildbearbeitung

Seine Bilder zu bearbeiten, bevor man sie auf Instagram & Co. postet, ist die wohl einfachste Möglichkeit, sein Erscheinungsbild zu verändern. Es ist noch nicht all zu lange her, dass Bildbearbeitungsprogramme hauptsächlich von Professionals in Werbe- oder Fotoagenturen verwendet wurden. Mit dem Aufkommen von Smartphones und der Entwicklung von mobilen Applikationen konnten auch Fotografie-Laien nicht nur qualitativ hochwertige Bilder machen, sondern diese auch angemessen bearbeiten. Das zeigt auch eine Umfrage zu beliebten Apps: 36 Prozent der 18- bis 64-jährigen nutzen regelmäßig Bildbearbeitungs-Apps! Und auch ein Blick auf Instagram zeigt: Der Großteil der Bilder wurde vor dem Posten bearbeitet oder mit einem Filter versehen.

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2010 würden sich 50 Prozent eine Kennzeichnung „verschönerter“ Bilder in Zeitschriften und Werbeplakaten wünschen!

Besonders ausgeprägt ist die Verwendung von Bildbearbeitung in Ostasien. Mehr dazu gibt es hier.

Fitness-Apps

In der modernen Fitnessbewegung hat neben Fitness auch die gesunde Ernährung einen hohen Stellenwert. Denn diese beiden Komponenten sind die Basis für einen gesundes und gutes Leben. Wer einen gesunden Lebensstil verfolgt, verändert seinen Körper nicht nur äußerlich, sondern kann auch innere Balance finden.

Die Zeit für Fitness zu finden, fällt vielen jedoch schwer. In einer 40-Stunden-Woche Familie, Freunde und Freizeit unterzubringen ist eine Herausforderung. Die lässt sich durch Fitness-Apps einfacher meistern! Denn eine App ist immer dabei, es ist kein Weg in ein überfülltes Fitnessstudio nötig und es besteht keine Gefahr von wertenden Blicken. Sein 7-Minuten-Workout kann man entspannt im Wohnzimmer machen, geleitet und unterstützt von einer App.

Übrigens: Seit 2014 hat sich die Nutzung von Gesundheits- und Fitness-Apps vervierfacht!

Diät-Apps/Kalorientracker

Gewichtsverlust ist mit den verschiedensten Diäten möglich. Von intermittierendem Fasten bis Low Carb ist für jeden Geschmack etwas dabei. Da das Digitale vor allem bei den jüngeren Generationen (unter 40) den Alltag prägt, gibt es mittlerweile eine scheinbar endlose Liste an Rezept- und Diät-Apps. Viele verwenden auch Tracking-Apps, um ihre aufgenommene Kalorien zu zählen. Eine App bietet Beständigkeit und nach einiger Zeit wird das Eintragen von sportlichen Aktivitäten und Lebensmitteln zur Routine. Ergebnisse werden nicht nur auf dem Display, sondern hoffentlich auch am Körper sichtbar.

„Mehr bewegen“ und „gesünder ernähren“ zählt zu den Top 5 Vorsätzen für’s neue Jahr. Am Jahresende können aber gerade mal neun Prozent von sich behaupten, ihre Ziele erreicht zu haben.

Bei der Durchführung von körperlicher Veränderung hat jeder Einzelne Handlungsfreiheit. Für Theresa kam Bildbearbeitung zum Beispiel nicht infrage: „Mit Bildbearbeitung kann man schon viele Sachen machen. Aber ich will mir ja auch im Spiegel gefallen. Und ich will, dass man mich auch ohne Filter auf der Straße erkennt“.

Auch mit sportlicher Betätigung und Ernährung können dauerhafte Ergebnisse erzielt werden. Jedoch sind hier die Möglichkeiten begrenzt: Denn die tägliche Jogging-Runde macht die Lippen nicht voller und durch Salat wird die Nase nicht gerade. Wer also Veränderungen dieser Art vollbracht haben möchte, kommt um einen ästhetischen Eingriff nicht herum.

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Wo sich die Schönen treffen

Meinungsführer war gestern. Influencer ist DER Begriff der Onlinewelt. Aber die Personen, die hinter der Bezeichnung stecken sind nichts anderes als Meinungsführer. Dank ihrer hohen Zahl an Followern verzeichnen sie eine große Reichweite, der sich regelmäßig auch Unternehmen bedienen, um ihre Produkte zu bewerben.

Ein Influencer kann jeder sein, der seine Meinung über Themen, Marken und Produkte im Internet äußert – in Form von Bewertungen, Anleitungen oder Nennungen. Einzige Voraussetzung: eine hohe Zahl an Followern.

Durch ihre Rolle als Meinungsführer üben sie einen großen Einfluss auf ihre teils junge Zielgruppe aus. Problematisch kann das vor allem beim Thema Beauty werden. Denn oftmals erscheinen die Bilder von Influencern perfekt und vermitteln damit verzerrte Schönheitsideale.

Bella Hadid, Kylie Jenner, Farina Opoku und Pamela Reif verschaffen einen Einblick in die Welt der Influencer:

Bella Hadid

Die 21-jährige Bella hat auf Instagram rund 18,5 Millionen Follower. Schon mit 16 Jahren begann sie mit der Modelarbeit. Ihr Fotografie-Studium brach sie kurz nach Beginn ab, um sich voll und ganz ihrer Karriere zu widmen. Auf Instagram postet das amerikanische Model vor allem Modelbilder von sich. Erst vor kurzen stritt sie in einem Interview mit InStyle ab, sich jemals einer Schönheitsoperation unterzogen zu haben. Ein Bildervergleich von ihr 2010 und heute lässt jedoch anderes vermuten.

Kylie Jenner

Von den vier hier vorgestellten Instagram-Berühmtheiten ist Kylie Jenner die jüngste. Mit nur 20 Jahren folgen ihr schon über 110 Millionen Menschen auf Instagram. Somit gehört sie zu den erfolgreichsten Influencern weltweit.

Berühmt wurde sie durch die Reality-TV-Serie „Keeping Up With The Kardashians“. Neben ihren Aktivitäten auf Instagram ist sie außerdem Model und Unternehmerin mit einer eigenen Kosmetikmarke (Kylie Cosmetics) und Modelinie, die sie zusammen mit ihrer Schwester Kendall führt.

Farina Opoku

Eine der erfolgreichsten deutschen Bloggerinnen ist Farina Opoku. Auf ihrem Blog „Nova Lana Love“ widmet sie sich leidenschaftlich den Themen Beauty und Fashion. Diese Inhalte präsentiert sie auch ihren rund 823 Tausend Followern auf Instagram. In einem Interview mit Cosmopolitan erklärt sie, dass eine Schönheitsoperation für sie nicht infrage käme – noch nicht. Der Einfluss von Schönheitsidealen könne sich jedoch noch auf ihre Entscheidung auswirken.

Pamela Reif

22 Jahre jung und 3,7 Millionen Fans, die sich ihre Inhalte auf Instagram ansehen. Das ist Pamela Reif, eine der erfolgreichsten deutschen Influencer. Bei ihr dreht sich alles um Fitness. Ihre Leidenschaft machte sie zu einer Autorin: Sie veröffentlichte 2017 das Buch „Strong & Beautiful“, in dem sie den Lesern Workout-Übungen, Rezepte und Beauty-Tipps präsentiert.

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Wie soziale Medien das Selbstbild beeinflussen

Perfekte Brüste, perfektes Make-Up, perfekte Pose: Willkommen auf Instagram. Hier finden sich die Accounts von Celebrities, Influencern und Models. Und sie alle haben eins gemeinsam: Sie zeigen Bilder von schönen Menschen – perfekt in Szene gesetzt ohne Pickel, Falten oder Augenringe. Kylie Jenner ist eine von ihnen. Ihr Instagram-Account zählt mittlerweile 108 Millionen Follower. Damit ist sie in der Top-Liga der Influencer. Vor fünf Jahren hatte das Mitglied des berühmten Kardashian-Clans noch einen natürlichen Look. Heute, mit nur 20 Jahren, posiert sie auf ihren Bildern mit aufgespritzten Lippen und üppiger Oberweite. Was eine solche Veränderung ihren zum Teil noch jungen Anhängern vermittelt? Aussehen muss nicht mehr naturgegeben sein, sondern ist optional gestaltbar. Und zwar so, dass die eigenen Bilder am Ende so perfekt aussehen, wie die von Kylie Jenner.

Das wissen auch viele Schönheitschirurgen. Laut einer amerikanischen Studie sind 42 Prozent der Chirurgen der Ansicht, dass Patienten durch OP’s ihre Selfies für Social Media Plattformen verbessern wollen. Der auf Instagram propagierte, scheinbar perfekte Körper und die damit verbundene Relevanz der eigenen Schönheit wird für viele junge Erwachsene ein immer wichtigerer Teil des eigenen Lebensinhaltes.

Dieses Smartphone navigiert durch die Welt der Schönheitsoperationen und sozialen Medien. Ein Klick auf die jeweilige App gibt Einblick in diese Welt und zeigt Informationen und Hintergründe.

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