Schizophrenie

Den Wenigsten ist es bewusst, jedoch kann jeder Mensch aus jeder Gesellschaftsschicht von Schizophrenie betroffen sein. 1% der Bevölkerung erkrankt mindestens einmal in ihrem Leben vor ihrem 30. Lebensjahr mit verschiedensten Abstufungen. Im Gegenteil zur Multiplen Persönlichkeitsstörung gibt es mehrere Faktoren, die gemeinsam zu einem Ausbruch der Krankheit führen. Es wird von einer wechselhaften Beziehung zwischen genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren ausgegangen. Die genetische Veranlagung führt zu veränderten Abläufen im Gehirn, welche wiederum den Ausbruch von Schizophrenie negativ beeinflussen können. Wer vermehrt psychosozialem Stress ausgesetzt ist und mehrere Erkrankte in der engeren Familie hat, hat ein stark erhöhtes Risiko an Schizophrenie zu erkranken.

Schizophrenie ist jedoch nur ein Oberbegriff für eine ganze Reihe von verschiedensten Symptomen. Allgemein wird die Schizophrenie grob unterteilt in hebephrene, katatone und paranoide Schizophrenie. Die hebephrene Schizophrenie betrifft vor allem Jugendliche, deren Gefühls- und Gemütsleben stark beeinflusst wird und sie dadurch emotional stumpf erscheinen. Die katatone Schizophrenie zeichnet sich vor allem durch motorische Störungen aus, welche sich in einem schlagartigen Wechsel zwischen Bewegungslosigkeit und starker motorischer Unruhe (Bewegungssturm) widerspiegeln. Halluzinationen spielen in diesen beiden Formen der Schizophrenie keine Rolle.

Am häufigsten ist wohl die paranoide Schizophrenie wie man sie aus dem Film „A Beautiful Mind“ (2001) kennt. Typische Symptome sind Halluzinationen und das Gefühl von einer höheren Macht gelenkt und beobachtet zu werden. Oft hören die Betroffenen dabei Stimmen die etwas kommentieren oder ihnen Befehle geben. Viele denken deshalb, dass Gott mit ihnen spricht. Aufgrund der Paranoia sind die Erkrankten extrem in ihrem Alltag eingeschränkt, da sie oft überzeugt sind verfolgt und überwacht zu werden.

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© United International Pictures GmbH

 

Eine Szene im Film „A Beautiful Mind“ zeigt den in einen Wahn verfallenen Nash, der versucht seine Frau daran zu hindern seine imaginären, streng geheimen „Aufträge“ an seinen Psychiater zu verraten. Diese Situation stellt die Hilflosigkeit der Angehörigen und die Problematik der Paranoia in so einem wahnhaften Moment sehr gut dar, sagt auch Niklas Gebele.

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